ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Endlich ein neues Zuhause

Nepal: Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben

Wiederaufbau von Häusern ist einer der Schwerpunkte des ASB-Programms nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal. Auch Menschen, die selbst vom Beben betroffen waren, helfen dabei mit.

Foto von einem Haus mit Kindern davor.

Die Übergangshäuser sind schnell und einfach zu bauen, halten der Witterung stand und können später zum Bau von festen Häusern benutzt werden.

Foto: Laxmi prasad ngakhusi

„Ich habe selbst mein Haus verloren, meiner Familie ist aber nichts passiert. So viel Glück hatten nicht alle, daher baue ich erst einmal für alle Häuser, denen es schlechter geht als mir, oder die sich nicht selbst helfen können", erzählt Tagat Maharian. Er gehört zu dem Bautrupp, der die Bauteile für die Fertighäuser in Bungamati vorbereitet. Bis Ende September 2015 baut der ASB 250 Übergangshäuser für obdachlos gewordene Familien.

Sichere Unterkunft für Familien

Auch vier Monate nach dem Beben leben noch viele Menschen in Zelten, Behelfsunterkünften oder Ruinen. Daher gehört der Wiederaufbau zu den Schwerpunkten der ASB-Hilfe in Nepal. Neben dem Engagement in Bungamati übernimmt der ASB in den Distrikten Chitwan, Nuwakot, Dolakka und Kaski den Bau von einfachen Häusern.

Gemeinsam mit der lokalen Organisation Shanti Griha werden 700 Notunterkünfte, fünf Sammelunterkünfte und 25 provisorische Schulen gebaut sowie drei beschädigte Schulen instandgesetzt.  Die Sammelunterkünfte dienen Familien in der Monsun-Zeit als Schlafstätte. Nach Ende der Regenzeit können sie als Versammlungsort oder – bei Unwettern und anderen Naturereignissen – wiederum als Notunterkunft genutzt werden.

Erschütterungen noch immer spürbar

Doch das Erdbeben hat nicht nur äußerlich Spuren hinterlassen und viele Dörfer in den Bergen komplett zerstört, es  hat das Leben der Menschen in Nepal erschüttert. Die Angst vor neuen Beben ist allgegenwärtig. Im Rahmen des Projektes finden daher Workshops statt, um Lehrer in Trauma-Behandlung auszubilden.

Auch bei Tagat in Bungamati ist der Schrecken ist noch nicht gewichen: „Ich bin noch immer geschockt von dem Beben und seinen Auswirkungen. Aber ich bin auch stolz, hier etwas Gutes zu tun."