ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Konferenz zu inklusiver Katastrophenvorsorge in Kathmandu

Menschen mit Behinderung wirksam in Katastrophenvorsorge einbinden

In Kathmandu hat der ASB einen gut besuchten Workshop für Aktuere der Katastrophenvorsorge organisiert. Das Besondere: Dabei wurde nicht nur über Menschen mit Behinderung gesprochen, sondern auch mit ihnen.

zwei blinde Menschen bei dem Treffen in Kathamandu

Teilnehmer mit und ohne Behinderung diskutierten darüber, wie Menschen mit Behinderung in Katastrophenvorsorgepläne einbezogen werden und welchen Beitrag sie bei der Erarbeitung solcher Pläne leisten können.

Foto: ASB Nepal

Inklusive Katastrophenvorsorge ist einer der großen Arbeitsschwerpunkte des ASB in Nepal. Dabei geht es vor allem darum, nicht nur über Menschen mit Behinderung zu reden, sondern mit ihnen. Am 12. Dezember 2016 organisierte der ASB in Kathmandu daher einen großen Workshop für all jene, die am Thema Katastrophenvorsorge arbeiten. Neben Vertretern von Regierung und Behörden waren auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und vor allem zahlreiche Mitglieder von Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Behinderung gekommen.

Der Workshop beschäftigte sich nicht nur mit dem Thema inklusive Katastrophenvorsorge, sondern war auch selbst inklusiv. Neben einem barrierefreien Zugang zu allen Räumen der Tagung waren auch Übersetzer, zum Beispiel für Gebärdensprache, Audiogeräte für Menschen mit Sehbehinderung und andere wichtige Hilfsmittel vorhanden, um allen einen Zugang zu den Konferenz und ihren Themen zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stand die Frage, wie diejenigen Bevölkerungsgruppen, die im Fall einer Naturkatastrophe den größten Risiken ausgesetzt sind, besser geschützt werden können. Neben Menschen mit Behinderung sind auch Frauen und Kinder, Jugendliche und Senioren bei Katastrophen besonders stark betroffen. Katastrophenvorsorgepläne müssen daher so aufgebaut sein, dass die besonderen Bedürfnisse dieser Gruppen berücksichtigt sind. Zudem müssen auch Evakuierungsübungen und andere Vorsorgeveranstaltungen auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und anderen Betroffenen abgestimmt sein.

Ein Ergebnis der sehr gut besuchten Konferenz war ein Konzept für die Integration von Menschen mit Behinderung und ihrer Vertreter in die Katastrophenvorsorgestrukturen auf allen organisatorischen Ebenen in Nepal.

Alle Empfehlungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in die "Kathmandu Erklärung zu den Rechten von Menschen mit Behinderung" aufgenommen, die beim nepalesischen Menschenrechtsgipfel verabschiedet wurde.