ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge

Aktuelles aus Nepal

Nach den beiden schweren Erdbeben im April und Mai 2015 ist der ASB in Nepal im Einsatz. Hier erfahren Sie, wie die Hilfe vorangeht.

 

Aktuelle Neuigkeiten aus der ASB-Auslandshilfe finden Sie ab sofort hier.

 

Broschüre: Nepal ein Jahr nach dem Erdbeben

Katastrophenvorsorge-Schulungen werden ausgeweitet

Am 25. März hat unsere technische Leiterin Jwala Panday einen Einführungskurs in Katastrophenvorsorge für die Menschen in der Gemeinde Nuwakot gegeben. Auch dort bauen wir eine Gemeindebibliothek wieder auf und machen sie zu einem Zentrum für inklusive Katastrophenvorsorge. Daher nahmen an der Schulung neben den Vertretern der Dorfgemeinschaft auch Vertreter von Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderung teil.

Mehr über den Wiederaufbau der Gemeindebibliotheken können Sie hier nachlesen.

 

Hilfe zur Selbsthilfe: Weiterbildung für einheimische Partner

Am 11. März 2016 führte der ASB einen Einführungskurs zum Thema Katastrophenvorsorge für seine nepalesischen Partnerorganisationen durch. Im Mittelpunkt stand dabei die Vermittlung der wichtigsten Konzepte, Programmansätze und Verfahren im Bereich der Vorsorge in häufig von Katastrophen betroffenen Regionen. Zudem wurden auch Ansätze gezeigt, wie man die Resilienz - also die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung - im Angesicht von Katastrophen stärken und die Bevölkerung zur Teilnahme an Katastrophenschutzmaßnahmen bewegen kann.

Im Workshop wurde auch aufgezeigt, dass es in den meisten Fällen vor allem arme und besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen sind, die von Katastrophen am schwersten betroffen sind. Wie man diese Gruppen - zum Beispiel Menschen mit Behinderung, Frauen und Kinder, aber auch ältere Menschen - besser auf Katastrophen vorbereiten und sie im Notfall schützen kann, zeigten die ASB-Trainer an anschaulichen und praxiserprobten Beispielen.

Neben Partnerorganisationen aus Kathmandu, Dolakha and Dhading, insbesondere READ Nepal, Ecological Protection Forum (EPF Nepal) und Gauri Shankar Community Library, nahmen auch Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit Behinderung an dem Training teil.

Eine Mitarbeiterin des ASB Nepal spricht beim Netzwerktreffen

Beim Netzwerktreffen zum Wiederaufbau stellte der ASB vor allem seine inklusiven und katastrophenvorsorge-orientierten Wiederaufbauprojekte vor.

Foto: ASB Nepal

Netzwerktreffen zum Wiederaufbau in Nepal

Vom 10. bis 12. März 2016 nahm der ASB in Nepal an einem Vernetzungtreffen teil, das von Inspire Nepal organisiert worden war. Unternehmer, Experten der Entwicklungszusammenarbeit und Nichtregierungsorganisationen der nationalen und internationalen Ebene tauschten sich dabei über den Fortschritt beim Wiederaufbau und Entwicklungsperspektiven für Nepal aus.

Der ASB nutzte die Gelegenheit, seine Wiederaufbau- und Katastrophenschutzprogramme einem großen und sehr interessierten Publikum vorzustellen. Bei einer kleinen Ausstellung zeigten die Mitarbeiter vor allem die inklusiven Ansätze des Preogramms - also den Ansatz, Menschen mit Behinderung in die Maßnahmen des Wiederaufbaus und der Katastrophenvorsorge einzubeziehen.

ASB-Länderdirektorin Nino Gvetadse hatte zudem die Gelegenheit, mit Vizeprmierminister Bijaya Kumar Gachchhadar zu sprechen und ihm die innovativen Konzepte des ASB vorzustellen.

Bei einem interaktiven Erdbeben-Sicherheits-Quiz konnten die Konferenzteilnehmer zudem ihr eigenes Wissen über das richtige Verhalten im Notfall testen.

Die ASB-Länderdirektorin in Nepal, Nino Gvetadze, im Gespräch mit wichtigen Verantwortlichen für den Wiederaufbau.

Die ASB-Länderdirektorin in Nepal, Nino Gvetadze, im Gespräch mit wichtigen Verantwortlichen für den Wiederaufbau.

Foto: ASB Nepal
Die Teilnehmer in Schulbänken - mit dabei Teilnehmer im Rollstuhl

Behinderte und nichtbehinderte Teilnehmer lernten beim ASB-Training über Katastrophenvorsorge in Nepal gemeinsam.

Foto: ASB Nepal

Nicht über uns reden, ohne mit uns zu reden

"Nicht über uns reden, ohne mit uns zu reden" - unter diesem Motto stand am 7. März 2016 ein Arbeitsgruppentreffen zwischen ASB-Mitarbeitern und Mitarbeitern von Orgasnisationen, die sich für Menschen mit Behinderung in Nepal einsetzen. In Dolakha, wo der ASB die Gemeindebibliothek wieder aufbaut und zu einem inklusiven Katastrophenschutzzentrum ausbaut, entwickelten die Mitglieder der Arbeitsgruppe das Konzept für den Ausbau der Bibliothek weiter.

Dabei wurden vor allem die technischen Details des Ausbaus geklärt (zum Beispiel Hörstationen für blinde und sehbehinderte Nutzer, barrierefreie Zugänge, etc.). Es entstanden jedoch auch erste Konzepte für die Gestaltung von Vorträgen, Übungen und Informationsveranstaltungen rund um das Thema Katastrpphenvorsorge und ihre Umsetzung für besonders schutzbedürftige Menschen.

Festgelegt wurde auch, dass Vertreter der lokalen Organisationen der Behindertenhilfe sowie ein Vertrer der Menschen mit Sehbehinderung in der Leitungskommitee der Bibliothek aufgenommen werden, damit die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung dauerhaft im Konzept der Bücherei verankert werden.

Die Menschen in Dolakha freuen sich sehr darauf, die Wiedereröffnung ihrer Bibliothek feiern zu können. Im Umfeld des Arbeitstreffens brachten viele Anwohner ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass die neue Bibliothek barrierefrei und im wahrsten Sinne des Wortes inklusiv ist, so dass Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen sie nutzen können. Auch die Vorfreude auf die Kurse und Übungen in Katastrophenvorsorge war deutlich zu spüren.