ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Kosovo

Unterstützung für sozial schwache Familien

Um die Armut in der Bevölkerung zu senken, neue Beschäftigungsperspektiven zu schaffen und gleichzeitig die friedliche Koexistenz der albanischen Mehrheitsbevölkerung und der verschiedenen Minderheiten zu fördern, engagiert sich der ASB in den Gemeinden Obiliq und Shterpce.

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Unternehmensgründungsseminare und die Erstausstattung für den Neuanfang sind wichtige Komponenten der ASB-Förderung für Familien im Kosovo.

Foto: ASB SEE

Die Nachwirkungen des Kosovokrieges von 1998 -1999 sind bis heute deutlich sichtbar und spürbar. Das Kosovo gilt als das ärmste Land Europas, die Armutsrate liegt bei 29,7 Prozent. Das heißt, fast jeder dritte Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei gerade einmal 2,79 Euro pro Kopf.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wurden bereits zahlreiche Projekte für sozial schwache Familien und insbesondere einkommenschaffende Maßnahmen umgesetzt. Doch auch wenn die Zahl der Beschäftigten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist, bleibt noch immer viel zu tun. Die Arbeitslosenquoote breträgt noch immer rund 30 Prozent. Die meisten Erwerbslosen leben von weniger als 1,50 Euro am Tag. 

Um die Armut in der Bevölkerung zu senken, neue Beschäftigungsperspektiven zu schaffen und gleichzeitig die friedliche Koexistenz der albanischen Mehrheitsbevölkerung und der verschiedenen Minderheiten zu fördern, setzt der ASB in den Gemeinden Obiliq und Shterpce ein Projekt mit 15 sozial schwachen albanischen und serbischen Familien um.

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Nazmi Shabani und seine Familie freuen sich: Endlich können sie sich in ihrem kleinen Zuhause ein neues Leben aufbauen.

Foto: ASB SEE

Businesstraining für junge Gründer

15 Teilnehmer, davon sieben albanischer und acht serbischer Nationalität, wurden in spezialisierten zehntägigen Businesstrainings, unter anderem in Marketing, Unternehmensplanung, Marktanalyse sowie Umsatz- und Kostenplanung geschult. Dabei entwickelte jeder Teilnehmer, mit Unterstützung der Trainer, eine präzise und tragfähige Geschäftsidee samt Businessplan.

Nach gründlicher Prüfung und Weiterentwicklung der Geschäftsidee durch die anderen Kursteilnehmer und die Lehrer, wurden die Teilnehmer bei der Umsetzung ihres Vorhabens mit Zuschüssen gefördert, wodurch Arbeitsplätze geschaffen und der Schritt in die Selbstständigkeit gefördert wurde.

Ziel des Projektes war es nicht nur, für die Familien und weitere Angestellte solide und nachhhaltige Möglichkeiten für einen regelmäßigen Verdienst zu schaffen. Darüber hinaus wurde durch die gemeinsamen Kurse, das Diskutieren der Geschäftsideen und den gemeinsamen Start in die Unternehmensgründung das friedliche und konstruktive Miteinander der verschiedenen Bevölkerungsgruppen in der ehemaligen Krisenregion stabilisiert.