ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Indonesien

Schnelle Hilfe für Menschen mit Behinderung

In Indonesien haben Überschwemmungen und ein Erdbeben starke Zerstörung angerichtet. Zwar blieb die Zahl der Opfer vergleichsweise gering. Viele Menschen, die betroffen sind, haben aber alles verloren. Der ASB hilft vor allem Menschen mit Behinderung, nach den Katastrophen ein neues Leben zu beginnen.

In Sukoharjo auf der Insel Java sind Überschwemmungen für viele Menschen ein gewohnter Anblick. Doch starke Regenfälle haben dieses Mal zu besonders starken Hochwassern und Überschwemmungen geführt. Hunderte Familien verloren ihr Zuhause, ihr gesamtes Hab und Gut und stehen vor dem totalen Nichts.

Überschwemmungen auf Java

Viele Menschen mit Behinderung wurden von der Katastrophe besonders getroffen. Rollstuhlfahrer können sich auf dem matschigen Boden nur schwer in Sicherheit bringen und auch beim Wiederaufbau nur schlecht mithelfen. Die Fluten haben zudem Hilfsmittel wie Krücken oder Rampen weggespült.

Der ASB hilft den Familien, in denen Menschen mit Behinderung leben, und denen die Wassermassen die Lebensgrundlage genommen haben. Da die lokalen Märkte noch intakt sind und Hilfsmittel und andere dringend benötigte Güter von den Familien selbst eingekauft werden können, hilft der ASB mit Geldauszahlungen. So können die Familien entscheiden, welchen Bedarf sie zuerst decken wollen und welche Materialien sie dafür brauchen.

Erdbeben in Aceh

Auch Erdbeben sind in Indonesien häufig. Doch das Erdbeben vom 7. Dezember 2016 hatte eine Stärke von 6,4 auf der Richterskala und lag nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche. Daher richtete es große Schäden an. Rund 45.000 Menschen verloren ihr Zuhause und sind nun in Notunterkünften untergebracht.

Auch in der Region Aceh leben zahlreiche Menschen mit Behinderung. Ihre besonderen Bedürfnisse werden bei der Nothilfe und beim Wiederaufbau oft nicht genügend berücksichtigt. Der ASB setzt sich in Indonesien seit vielen Jahren für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Katastrophenvorsorge und Humanitärer Hilfe ein. Daher unterstützt er die Betroffenen jetzt dabei, Zugang zu Koordinierungstreffen und den Planungen für Nothilfe und Wiederaufbau zu bekommen. So wird sichergestellt, dass Menschen mit Behinderung nicht vergessen werden und das Motto der inklusiven Katastrophenhilfe wirklich umgesetzt wird: „Niemand wird zurückgelassen."

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