ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Indonesien: Vulkanausbruch Merapi

Nothilfe für Betroffene des Merapi-Vulkanausbruchs

Am 26. Oktober 2010 brach auf der indonesischen Insel Java mit großer Wucht der Vulkan Merapi aus. Der 2.900 Meter hohe Merapi auf der Insel Java zählt zu den aktivsten in Indonesien.

ASB-Auslandshilfe

Hilfsgüter-Verteilung an den Vertreter der Flüchtlinge im Subdistrikt Prambanan.

Foto: ASB Indonesien

Wochenlang kam der Vulkan nicht zur Ruhe und schleuderte Wolken mit heißer Asche und Steinen in die Luft. Durch die Katastrophe verloren 300 Menschen ihr Leben. Mehr als 130.000 Menschen mussten aus der Gefahrenzone um den Merapi evakuiert werden und ihren Besitz zurücklassen.

ASB-Hilfe:

Die Evakuierten wurden von der Regierung in Schulen oder öffentlichen Gebäuden untergebracht. Um die Situation der betroffenen Familien zu verbessern, verteilte der ASB in 15 Evakuierungszentren (Subdistrikte Klaten, Ngawen, und Prambanan) 1.167 Hilfsgüterpakete mit Decken und Matten sowie 341 Plastikplanen, die von vielen Betroffenen auch als Schlafunterlage genutzt wurden. Die Hilfsmaßnahmen erfolgten mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Amts für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO). In vielen Notunterkünften mussten die Menschen im Freien übernachten, da die Gebäude aufgrund der hohen Zahl von Evakuierten völlig überfüllt waren. Dort ermöglichten die Plastikplanen den Familien einen zusätzlichen Schutz vor Asche und Regen.

Schutz vor Krankheiten

Um die Ausbreitung von Krankheiten durch mangelnde Hygiene in den Evakuationszentren zu vermeiden, wurden Hygienekomitees gebildet und durch ASB-Mitarbeiter geschult. Zusätzlich wurden die evakuierten Familien in den Notunterkünften von ASB-Mitarbeitern noch einmal über das richtige Verhalten bei Naturkatastrophen informiert. Dazu wurden z.B. Vorstellungen des traditionellen indonesischen Puppenspiels „Wayang Kulit“ organisiert. Die Vorstellungen sorgten nicht nur für Abwechslung in den Evakuierungszentren, sondern sensibilisierten die Menschen auf spielerische Art für das Thema Katastrophenprävention.

Für die Aufräumarbeiten erhielten die Menschen in den Evakuierungszentren 150 Reinigungs-Sets mit Besen, Schaufeln, Schutzbrillen, Reinigungsmitteln und Eimern.

Hilfsgüter für Rückkehrer

Im Dezember kehrten die ersten evakuierten Familien wieder in ihre Dörfer zurück. Zur Unterstützung der Aufräumarbeiten verteilte der ASB in vier Dörfern (Balerante, Sidorejo, Tegalmuyo und Kendalsare) 140 Reinigungs-Sets und Schubkarren. Zusätzlich erhielt die Bevölkerung präventiv 1.831 Nothilfe-Rucksäcke mit Hygieneartikeln, Atemschutzmasken, Augenschutzbrillen, Taschenlampen und Bekleidung.

Der ASB in Indonesien:

Der ASB ist seit 2006 in Indonesien mit drei internationalen und mehr als 50 lokalen Mitarbeitern tätig. Schwerpunkte der Projektarbeit sind Nothilfe, einkommensichernde Maßnahmen und Katastrophenprävention.

Projekttitel: Nothilfe für Betroffene des Merapi-Vulkanausbruchs (Emergency Evacuation Support Project)
Projektregion: Indonesien/Java (Distrikt Klaten)
Zielgruppe: Evakuierte Familien und Bauernfamilien
Projektvolumen: 207.000 €
Finanzierung: ECHO
Laufzeit: 25.10.2010 – 01.01.2011