ASB-Hilfsmissionen in Guatemala
Nothilfe

Erdbeben Haiti: Nothilfe für 40.000 Menschen

Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 dauerte nur wenige Minuten. Es sollte das schwerste Beben sein, das Haiti seit 200 Jahren erschüttert hat. Nach Angaben der haitianischen Regierung starben bis zu 300.000 Menschen, über 1,2 Millionen wurden obdachlos. Weite Teile der Region um die Millionenhauptstadt Port-au-Prince liegen seither in Trümmern

ASB-Auslandshilfe

ASB-Helfer in einer Feldklinik in Fond Parisien

Foto: ASB/W. Gressmann

Die ASB-Hilfe

Der ASB hat als erste Reaktion auf das verheerende Erdbeben eine Soforthilfe in Höhe von 50.000 Euro bereitgestellt. Wenige Tage nach der Katastrophe trafen ASB-Mitarbeiter in Haiti ein, um erste Hilfsmaßnahmen einzuleiten.

ASB-Nothilfekoordinator Ivan Marin berichtete nach seiner Rückkehr am 23. Januar über seine Eindrücke aus Haiti: "Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe ertragen diese Menschen ihr Schicksal mit bewundernswerter Stärke. Haiti braucht unsere Hilfe, nicht nur in den nächsten Monaten, sondern so lange, bis der Schrecken dieser Naturkatastrophe aus den Gesichtern und Herzen der Haitianer verschwunden ist."

Hilfe in den vom Erdbeben zerstörten Städten

Auch in der Hauptstadt Port-au-Prince versorgte der ASB die Menschen mit Lebensmitteln. Zusätzlich wurden 8,5 Tonnen Hygieneartikel für Familien und Babys bereitgestellt. Die Hilfsgüter wurden zusammen mit ADRA, einer Partnerorganisation im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft", an bedürftige Familien ausgeteilt.

In der Küstenstadt Petit Goâve belieferte der ASB ein Waisenheim und Kinderkrankenhaus mit Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mais, Sojabohnen und Öl. Weitere Lebensmittelverteilungen wurden dort in Kooperation mit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) durchgeführt. Knapp 40.000 Menschen konnten durch die Hilfsmaßnahmen erreicht werden.

Medizinische Unterstützung

Das medizinische Helferteam, das am 26. Januar nach Haiti entsandt worden war, ist nach Deutschland zurückgekehrt. Medizinische Hilfsmittel wurden an das Feldkrankenhaus in Fond Parisien übergeben. Dort führen Partnerorganisationen die Arbeit des ASB-Teams fort. Die ASB-Helfer waren im Feldkrankenhaus vor allem mit der medizinischen Nachversorgung der Schwerstverletzten und der Patienten mit Amputationen betraut.