Europäisches Engagement

SAMETS: Nach Katastrophen gemeinsam helfen

Am 23. Januar 2014 trafen sich Vertreter von SAM.I zum Auftakt eines gemeinsamen Katastrophenschutzprojektes SAMETS im Brüsseler EU-Parlament.

Im Brüsseler Europaparlament trafen sich am 23. Januar Vertreter des ASB, des Südtiroler Weißen Kreuzes, des ASB Österreichs, der italienischen Samariterorganisation ANPAS und der slowakischen ASSR zum Auftakt ihres gemeinsamen Katastrophenschutzprojektes SAMETS im Brüsseler EU-Parlament. Das Treffen der Mitglieder von SAMARITAN INTERNATIONAL, dem europäischen Netzwerk der Samariter-Organisationen hatte Knut Fleckenstein ermöglicht. Der Europaabgeordnete und ASB-Bundesvorsitzende ist außerdem Präsident von SAMARITAN INTERNATIONAL (SAM.I.), dem Netzwerk europäischer Samariter-Organisationen.

Hintergrund des Treffens war der Auftakt des gemeinsamen Katastrophenschutzprojektes SAMETS. Zudem konnten die SAMETS-Partner den Südtiroler EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann treffen, der vom Geschäftsführer des Weißen Kreuzes, Ivo Bonamico, zu der Auftaktveranstaltung eingeladen worden war.

SAMETS steht für “Social Affair Management in Emergency Temporary Shelter”. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden die beteiligten Samariterorganisationen gemeinsam ein europaweit einsetzbares Modul für Not- und Behelfsunterkünfte im Katastrophenfall erarbeiten. Das Projekt zielt insbesondere auf die Versorgung von Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen in Katastrophenlagen ab. Deren Evakuierung und Unterbringung stellt besondere Anforderungen an Helfer und Ausstattung. Mit dem Ziel der Entwicklung eines europaweit einsetzbaren SAM.I.-Moduls erarbeiten die Projektteilnehmer Standards und Leitlinien zur bedarfsgerechten Versorgung dieser in Katastrophenfällen besonders schutzbedürftigen Gruppen. Damit reagiert das Projekt gleichzeitig auf den demografischen Wandel in Europa im Kontext der Katastrophenhilfe.

Im Fokus aller Projektmaßnahmen steht zudem die Verbesserung der Kompetenzen von Freiwilligen und Experten bei Katastropheneinsätzen. „Das freiwillige Engagement ist in Europa von großer Bedeutung“, erklärt Knut Fleckenstein. „Darum müssen die Freiwilligen bei ihren Einsätzen in einem multikulturellen Umfeld unterstützt werden. Die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene stärkt gleichzeitig den Bevölkerungsschutz in Europa.“

Am Vortag hatten sich die Samariter gemeinsam mit anderen Projektverantwortlichen bei einer Konferenz von ECHO, der für die humanitäre Hilfe zuständigen Behörde der Europäischen Kommission, getroffen, um über grenzüberschreitende Katastrophen- und Bevölkerungsschutzprojekte zu diskutieren.

Esther Finis