Internationaler Tag der Katastrophenprävention 2014

Katastrophenvorsorge auf den Philippinen

Am 13. Oktober ist der Internationale Tag der Katastrophenvorsorge. Der ASB freut sich besonders, an diesem Tag den Start eines neuen Vorsorgeprogramms auf den Philippinen und in Indonesien bekannt zu geben.

Wie schütze ich mich richtig vor Naturkatastrophen? Dieses Wissen vermittelt der ASB nun auch auf den Philippinen.

Foto: ASB Georgien

Gemeinsam mit action medeor und dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft unterstützt der ASB die Menschen dabei, sich auf Naturkatastrophen besser vorzubereiten. So können sie sich im Notfall schützen und Leben retten. Dabei steht der Schutz von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Mittelpunkt. „Sowohl in Indonesien als auch auf den Philippinen sind Naturkatastrophen keine Seltenheit. Vor allem Kinder und Menschen mit Behinderung sind dann besonders bedroht", erklärt Edith Wallmeier, Leiterin der ASB-Auslandshilfe.

Der ASB schult daher Mitarbeiter von einheimischen Hilfsorganisationen und vermittelt ihnen praktische Kenntnisse über das richtige Verhalten im Katastrophenfall. Die so ausgebildeten Helfer können weitere Personen, zum Beispiel Lehrer und Erzieher, schulen, sodass das Wissen über das richtige Verhalten im Notfall nachhaltig verbreitet wird.

Zudem soll so von Beginn an sichergestellt werden, dass auch nach Abschluss des Projektes Katastrophenvorsorge an Grundschulen unterrichtet wird und regelmäßig Katastrophenschutzübungen stattfinden können. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Deutschen Telekom.

Für den ASB ist der ganzheitliche Ansatz seiner Vorsorgeprojekte besonders wichtig. „Wenn wir Inklusion wirklich ernst nehmen, muss sie auch in der Katastrophenprävention eine Rolle spielen", betont Edith Wallmeier. Der ASB richtet daher seit vielen Jahren seine Bemühungen um einen besseren Schutz vor den Gefahren von Naturkatastrophen besonders auf Menschen mit Behinderung aus. Damit hat die Organisation sowohl in Indonesien als auch in Georgien und Haiti bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

In Indonesien gehört der ASB zudem zu den Gründern eines Netzwerkes für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Katastrophenvorsorge und gilt in der Region als einer der führenden Akteure im Bereich der inklusiven Katastrophenvorsorge. Durch die neue Kooperation soll daher auch ein grenz- sowie organisationsübergreifender Wissenstransfer in diesem Feld ermöglicht werden.

Hintergrund:

Die Philippinen und Indonesien sind aufgrund ihrer geografischen Lage am pazifischen Feuerring und im sogenannten Taifungürtel besonders häufig von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Vulkanausbrüchen betroffen.

Kinder und Menschen mit Behinderung sind vielfach auf externe Hilfe angewiesen und daher besonders gefährdet. In der Gesellschaft existieren häufig Ressentiments gegenüber Menschen mit Behinderung, die – besonders in Zeiten von Krisen und Notfällen – zu Ausgrenzung und Vernachlässigung führen.

Esther Finis